ÜBERPRÜFUNG DER UID-NUMMER DES ÖSTERREICHISCHEN LEISTUNGSERBRINGERS

VERWEIGERUNG DES VORSTEUERABZUGS BEI FALSCHER UID-NUMMER !

Damit Rechnungen zum vollen Vorsteuerabzug berechtigen, sind einige Voraussetzungen zwingend notwendig. Unter anderem MUSS auf der Rechnung die UID-Nummer des leistenden Unternehmers angeführt sein. Diese Regelung ist für alle Rechnungen, außer den Kleinbetragrechnungen (< € 400,00) gültig.

In den Umsatzsteuerrichtlinien vertrat die Finanzverwaltung bisher die Meinung, dass die inhaltliche Richtigkeit der UID nicht zu überprüfen sei. Eine optische Überprüfung (ATU und 8 Zeichen) hatte zwar zwingend zu erfolgen, jedoch löste eine falsche UID-Nummer bei Vorliegen der optischen Richtigkeit nicht die Verweigerung des Vorsteuerabzugs aus.

Der Unabhängige Finanzsenat hat jedoch in der Vergangeheit dieser Rechtsauslegung mehrfach widersprochen und den Vorsteuerabzug bei inhaltlich unrichtiger UID-Nummer des Leistungserbringers versagt.

Die Finanzverwaltung ist leider dieser Rechtsansicht gefolgt und hat ihre Umsatzsteuerrichtlinien zum 29.11.2013 in diese Richtung geändert. Nun ist auch für das BMF das Vorliegen des inhaltlich richtigen Rechnungsmerkmales "UID-Nummer des Leistenden (Dienstleister und Lieferant)" Voraussetzung für den Vorsteuerabzug.

Der Rechnungsempfänger ist daher dringend angehalten, ab sofort auch die Gültigkeit der UID-Nummer seiner österreichischen Lieferanten zu prüfen, auch dann, wenn eine regelmäßige Geschäftsbeziehung besteht.

Dies kann über das BMF eigene Portal "Finanzonlie" durchgeführt werden.